Wenn Anfang Februar die junge Mondsichel allmählich zunimmt, können wir den Impuls zum Wieder-neu-werden spüren - draußen in der Natur, in dem noch jungen Jahr, in der frischen, manchmal stürmischen Februarluft und vielleicht auch in uns selbst, tief in unserem Innern.
Noch befinden wir uns in der dunklen und kalten Zeit des Jahres. Mit der stetig zunehmenden Helligkeit wandelt sich aber allmählich die Energie des Innehaltens und Ausruhens in die Energie des kreativen Chaos, in dem die Schöpfungskraft mit zukünftigen Möglichkeiten spielen kann.
Noch ist nicht klar erkennbar, was in diesem Jahr in die Welt kommen will und was wir selbst als unser Geschenk an das Leben in diesem Jahr in die Welt bringen wollen. Wenn wir unsere Sinne schärfen und in die Februarwinde hineinlauschen, hineinspüren, können wir vielleicht eine Inspiration aufnehmen und zu einer ersten zarten Vision werden lassen, noch nicht geordnet und ausgeformt, spielerisch, leicht und übermütig, offen für das bisher noch nie Dagewesene.
In vielen alten Kulturen wurden im Februar Feste gefeiert, die das Wiederneuwerden vorbereiten und unterstützen sollten. Dazu gehörten Rituale der Reinigung1 und des Lösens. Das Alte, Festgefahrene sollte gelockert, durchgeschüttelt, ver-rückt werden, eine Zeit außerhalb der alten Ordnungen und Gewohnheiten sollte Raum gewähren für neue Entwicklungen. Unsere heutigen Fastnachtsbräuche und der Valentinstag2 haben ihren Ursprung in diesen Fasel-Nächten3, in denen noch ungehemmt auch die erotische Liebe gefeiert wurde.
Unsere keltischen Vorfahren nannten ihr Fest des zunehmenden Lichtes „Imbolc“4. In der Vorstellung der Kelten steigt jetzt die Göttin Brigit als die junge Weisse aus dem Bauch der Erde wieder herauf, sie weckt die Samen, Wurzeln und Knollen der Pflanzen aus der Winterruhe, taut zugefrorene Bäche auf, rüttelt an den Bäumen, um ihre Säfte wieder ins Fließen zu bringen, und regt auch die Lebenssäfte im Menschen an.
In unserem Lichtmess-Ritual wollen wir für das zunehmende Licht danken, uns spielerisch auf die kreative Chaos-Energie einlassen und den Impuls des Wiederneuwerdens in der Natur und in uns selbst feiern, ehren und nähren. Wir wollen uns
- der ersten zarten, noch ungeformten Vision in uns liebevoll zuwenden
- von den frischen Februarwinden sanft oder kraftvoll durchrütteln lassen
- und mit den Energien der zunehmenden Mondsichel verbinden.
Ritualpflanze ist das Schneeglöckchen.
Ritualfarben sind Weiss und ein wenig Silber. Weiss enthält alle Farben. Es steht für die Frische und Klarheit des Neuen. Silber steht für das junge Mondlicht.
ElisaBirthe stellt sich vor:
Als Frau
und ausgebildet in
Gestalt-Therapie, Ritual-Arbeit und Frauen-Kultur
leite ich Rituale und Jahreskreisfeste für Frauen an
in kleinen Kreisen von fünf bis höchstens dreizehn Teilnehmenden.
Damit will ich nicht Geld verdienen. Vielmehr möchte ich mich
anbinden an das große Gewebe des Lebens
und gemeinsam mit anderen Frauen innehalten,
die Natur in mir und um mich herum
... spüren ... ehren ... feiern ...
die Freude teilen
und so einen Beitrag leisten
an die Lebensgemeinschaft Erde.
Grundlage der Rituale und Feste, wie ich sie anleite, sind Naturverbundenheit und Naturspiritualität oder zumindest das Streben danach. Damit meine ich:
Wir Menschen sind Teil des Großen Ganzen
und mit allem verbunden im Lebensgewebe.
Wir sind nicht die Herrschenden über die Natur. Nur in Übereinstimmung mit der Natur können wir leben. Deshalb wollen wir handeln in Achtung vor der Natur und in Liebe zum Leben in seiner ganzen Vielfalt und zu unserem wunderbaren Planeten Erde, der uns unser irdisches Leben ermöglicht.
Jedes Leben ist heilig.
Vom ersten bis zum letzten Augenblick seines Seins auf der Erde
hat jedes Lebewesen seine Würde und das Recht,
sich frei und in seiner eigenen Art zu entfalten.
Unsere Entscheidungen und Handlungen wollen wir an dieser Grundlage ausrichten.
Auch die Tiere und Pflanzen dieser Erde,
ob sie an Land leben, im Wasser oder in der Luft,
auch der Planet Erde, der uns Mutter und Heimat ist,
und die Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft,
sehen wir als beseelte Lebewesen an
und achten ihre Würde
an jedem Tag.
Die Jahreskreisrituale
feiern wir zu den vier Sonnenfesten und zu den vier Mondfesten.
Unsere Jahreskreis-Feste bestehen aus
einer Einstimmung in die Qualität des jeweiligen Zeitraumes,
einem angeleiteten, von Naturspiritualität getragenen Ritual und
dem sich anschließenden lockeren Beisammensein.
Zu einem Teil finden sie in einem Raum statt, den wir dafür anmieten, und zu einem Teil in der freien Natur. Die dafür entstehenden Kosten werden von allen Teilnehmenden gemeinsam getragen.
Im Rad des Jahres feiern wir die Sonnenfeste möglichst zeitnah mit
der Frühjahrs-Tag-und-Nacht-Gleichen,
der Sommer-Sonnenwende,
der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleichen und
der Winter-Sonnenwende.
Die Mondfeste feiern wir bei
zunehmendem Mond im Februar (Lichtmess),
Vollmond im Mai (Walpurgis),
abnehmendem Mond im August (Schnitterin) und
Schwarzmond im November (Dunkelheits- und Ahninnen-Fest).
Die genauen Termine und Orte für die einzelnen Jahreskreisfeste werden noch bekannt gegeben.
Voranmeldungen und weitere Informationen unter: ElisaBirthe@t-online.de